Die operative Struktur

In KESHMA geht es nicht darum, Regeln, Ordnungen und funktionale Hierarchien und soziale Ordnung zu vermeiden, sondern Übergänge zwischen unterschiedlichen sozialen Strukturen und Hierarchieformen zu schaffen. Wir fragen nicht im ersten Schritt nach Emanzipation und Dekonstruktion, sondern danach, wie soziale Ordnung möglich ist und entscheiden uns möglichst bewusst für ein Regulativ.

Während die Bemühungen der Emanzipation immer zu neuen Herrschaftsformen führen, sei es in der Theorie, sei es in staatlicher Organisation oder in verflüssigten Formen der Marktherrschaft und die Aufklärung sich immer dialektisch gegen sich selbst wendet und damit die Kategorien anfrisst, aus denen sie sich konstruiert, kann ein umgekehrtes Vorgehen, das Herrschaftsformen, Unwahrscheinlichkeiten und symbolische und mediale Ordnungen und Vollzüge beschreibt und sich für bestimmte Asymmetrierungen im Hinblick auf bestimmte Arbeitszusammenhänge entscheidet, in dem Sinne emanzipiert sein, als dass die Regeln, die die Ordnung ermöglichen, für alle Teilnehmer weitgehend transparent sind und mitgestaltet werden können.

Der Prozess des Aufbauens von Ordnungen läuft in den unterschiedlichen Bereichen unterschiedlich ab. Genauer: Die Bereiche differenzieren sich über die unterschiedlichen Prinzipien, also die Frage, wie Asymmetrierung und damit Ordnung möglich ist.

research/info/operative_struktur.txt · Last modified: 2006/07/03 20:41 by 84.190.195.114
 
 
 
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