Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist die Temporalisierung des Problems der Ausdifferenzierung.

Das Problem, welches in der Öffentlichkeit vor allem im Hinblick auf global warming und Ökologie verhandelt wird, besteht darin, dass das Verfolgen der Interessen eines Systems gerade zu einer Verschlechterung der Situation aller Systeme und sogar zu deren Tod führen kann. Mit diesem Problem beschäftigen sich auch Spieltheorien, die insbesondere auch die Reaktionsreaktionen mitbedenken.

Hier entstehen zwei Fragenkomplexe:

  1. Lassen sich gleichsam „übersystemische Optima“ bestimmen oder zumindest „Eher-so-als-so-Regeln“? Auf der Ebene der Weltgesellschaft würde man nach dem Globalen Eher Besser fragen. Dieses Globale Eher Besser müsste auf menschliches Erleben bauen. Beispielsweise müsste die Relation von menschlichem Erleben und Formatgebrauch oder von menschlichem Erleben und Sender-Empfänger-Verhältnisse in Bezug auf unterschiedliche Medien und Formate untersucht werden oder der Frage nachgegangen werden, wie ökonomischer und psychischer Mangel entsteht.
  2. Welche Möglichkeit gibt es, Steuerungsmechanismen einzubauen, sich diesen „übersystemischen Optima“ anzunähern, wenn doch die Einzelentscheidungen immer nur aus der Innenperspektive eines System getroffen werden? Unter welchen Umständen kann Reflexion (die der Reflexivität des systemischen Funktionierens gerade entgegensteht), strukturbildend wirken? Auch hier wären zu Unterscheiden zwischen kommunikativen One-Way-Strukturen und sozialen Systemen, in denen sich die Teilnehmer als Mitgestalter empfinden.
research/glossary/nachhaltigkeit.txt · Last modified: 2006/07/08 12:45 by 84.190.135.21
 
 
 
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