Mediale Formate

Mediale Formate sind Formate in Speichermedien oder aber Formate, die auf passive Rezeption ausgerichtet sind. Mediale Formate stellen so das Gegenstück zu sozialen Formaten dar. Das inszenierte Theaterstück als mediales Format ist etwas anderes als Theater als soziales Format. Das mediale Format Theater ist durch Spannungsbögen, Dramaturgie, Länge etc. festgelegt, während das soziale Format durch eine Abfolge von Formatelementen bestimmt ist.

Das mediale Format ist in der Neuzeit der Druckstock für massenmediale Produkte.

Die Unterscheidung von medialen und sozialen Formaten ist für die unsrige Zeit besonders wichtig, da sich durch die neuen technischen Möglichkeiten Orte der Vermischung ergeben. Es entsteht ein dritter Bereich durch die Interaktivität in Speichermedien, die die alte Unterscheidung von medialem und sozialem Format als unbedingte Kategorien hinfällig erscheinen lässt.

Dennoch lässt sich mit den Begriffen weithin operieren. Das mediale Format bezeichnet eher die immanenten Regeln (beispielsweise, dass ein Vortrag aus Einleitung, Hauptteil und Conclusio besteht), während das soziale Format vor allem die Sender/Empfänger-Verhältnisse (beispielsweise dass ein Vortrag darin besteht, dass einer spricht und andere zuhören) bezeichnet.

Ein weiteres Merkmal medialer Formate ist, dass sie traditionellerweise in Produktionsformaten entstehen. Diese Produktionsformate sind vom medialen Format selbst zu unterscheiden und stellen soziale Formate dar.

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