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Welche Formen Macht annimmt, hängt maßgeblich vom gesellschaftlichen Kontext ab, in dem sie sich entfaltet.
Zu unterscheiden sind Vorstellungen, die auf personifizierbare Repression und auf Gehorsam (beispielsweise gegenüber Gesetzen oder Personen) abzielt (den Foucault als ‚juridisch-diskursiven’ Machtbegriff bezeichnet) und Machtvorstellungen, die betonen, dass Machtbeziehungen multipel sind, d.h. überall entstehen und wirken. Letztere sind allen anderen Arten von Beziehungen (beispielsweise ökonomischen, institutionellen) immanent und durchziehen somit auch kursierendes Wissen, ja bilden mitunter sogar die Bedingungen für das Kursieren von Wissen. Dieser Foucaultsche Machtbegriff ist schwer zu denken, da er zwar Machtwirkungen auf analysierbare Intentionen und Absichten, nicht aber auf die Entscheidung eines Subjekts zurückführt: Es sind Machtstrukturen, die nicht mehr von Menschen entworfen wurden.