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Kontingenz ist ein allgemeiner modaltheoretischer Begriff, der das Auch-anders-möglich-Sein des Seienden durch Negation von Unmöglichkeit und Notwendigkeit bezeichnet. „Kontingenz in diesem Sinne entsteht dadurch, dass Systeme auch andere Zustände annehmen können, und sie wird zur doppelten Kontingenz, sobald Systeme die Selektion eigener [kontingenter] Zustände“1) auf andere kontingente Systeme abstellen.
Was kontingent ist, ist so, wie es ist, nicht zwingend notwendig und deshalb auch anders möglich. Im Gegensatz zum Zufall, der Unterschiedliches eher als gleich wahrscheinlich impliziert, ist Kontingenz überall dort anzutreffen, wo performative Codes eine Rolle spielen. Operative Codes dagegen schließen Kontingenz (solange sie funktionieren) aus.