Research as a Social System

KESHMA ist ein Forschungsprojekt, welches sich selbst als soziales System versteht.

Forschungsschwerpunkte

Das Forschungsprojekt KESHMA beschäftigt sich mit der Erforschung von Formen der Zusammenarbeit, Wissensformationen und dem Verhältnis von Semantik, Sinnverwendung und Kulturtechniken.

Eine wichtige Rolle spielt die Reflexion von Telekommunikation in Speichermedien und ihr Ineinandergreifen mit unmittelbarer Kommunikation in sozialen Systemen.

Im Zentrum der Forschung steht der Begriff des medialen und sozialen Formats. Dieser Begriff kann einerseits an wichtige Theorieunternehmen anschließen (und auch entsprechende Querverbindungen herstellen) und andererseits zu einer experimentellen Praxis führen, die auch den Forschungszusammenhang selbst unmittelbar betrifft.

Das KESHMA Forschungsprojekt ist also der Versuch, die theoretischen Semantiken eines Forschungsprojektes unmittelbar in operationsfähige Regeln für Forschungsvorhaben, (einschließlich des eigenen) umzubauen. Forschungszusammenhänge werden hierbei als wissensproduzierende soziale Systeme verstanden.

Experimenteller Forschungsgegenstand ist aber nicht nur die eigene Forschung als soziales System und die auf KESHMA durchgeführten Projekte, sondern auch Arbeit mit experimentellen Formaten, die über die Online Umgebung hinausreichen.

Ausrichtung

In der Untersuchung der Verbindung von Erleben und Format (und die durch das Format entstehende kommunikative Struktur) gewinnt das Projekt seine soziale Stoßrichtung. In diesem Sinne geht das KESHMA Projekt über wissenschaftliches Forschen hinaus.

Stichworte zur Forschung

Theoretischer Teil:
Untersuchung der bestehenden Wissensformate. Beziehung von Wissen und Formaten, Wissen und Medien. Medienkonvergenz und Formatdifferenzierung. Wissen und Wissenschaft und der Überschuss des Wissens über die Wissenschaft. Soziale und mediale Formate des Alltags versus wissenschaftliche Formate in Anwesenheit und Abwesenheit. Impliziertes Formatwissen versus epistemologische Reflexion des Kontextes. Beschreibung der Ausdifferenzierung der Kommunikation und der sich daraus für konzeptionelle und wissenschaftliche Arbeit ergebenen Möglichkeiten.

Praktischer Teil:
Entwicklung von Formaten der Produktion und Distribution von Wissen (Forschung und Lehre). Wissensformat-Experimente. Für die Felder a) Kreation und Entwickelung, b) Strukturierung und Editieren, c) Adaption und Distribution. Selbstanwendung auf die eigene Forschung.

research/00-research_info.txt · Last modified: 2006/07/04 10:51 by 84.190.165.227
 
 
 
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