Spurensuche

: Dressed for Success -Spiegel und Kleidung als Medien der Selbstinszenierung

Ausgehend von dem Spiegelszenario im Schaufenster einer Reinigung wird der Frage nachgegangen, wie Spiegel und Kleidung im Alltag als Medien der Selbstinszenierung wirken. Die Spurensuche gilt dem „Trivialen“ (Debray), den Dingen und Praktiken des Alltags, um die Spuren der Vermittlung aufzudecken, durch die sie als historisch-soziale Konstrukte erfahren werden.

Mit dem Blick in den Spiegel und der Wahl der Kleidung findet alltäglich eine Selbstinszenierung statt, die gerade in ihrer Individualität durch ihre gesellschaftliche Vermittlung geprägt ist, durch die „Transmission“ (Debray) von symbolischen Ordnungen, materiellen wie machtpolitischen Konditionen und Praktiken ihrer Umsetzung.

Spiegel und Kleidung als Medien sind hierbei keineswegs nur Präsentationsinstrumente eines „ready made“ Selbstbildes, sondern „Apparaturen“ (Krämer) mit der produktiven Wirkung des „make ready“, der Vorgabe der Bedingungen, die überhaupt erst das Selbstbild und Praktiken seiner Wahrnehmung und Darstellung ermöglichen. Der Blick sucht im Spiegelbild die Spuren des „Dressed for success“ -im doppelten Sinn des zugerichtet und gekleidet für den Erfolg.

keshma_case/mediologie/spurensuche.txt · Last modified: 2007/05/21 15:47 by 84.190.172.197
 
 
 
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