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Eine Vorgehensweise für Klanganthropologie und Klangökologie
Die Übertragung akustischer Kommunikation ist bis heute eher marginal erforscht − gegenüber sprach-textlichen, piktoralen, skulpturalen oder performativen Formen. Klänge aufzuzeichnen ist erst seit etwas über einem Jahrhundert möglich. Die Aufmerksamkeit auf die Besonderheit der Übermittlung des Akustischen steht darum noch an ihrem Anfang: in kurz-wie auch langperiodischer Übermittlung, in mikrosituativen Einzelheiten wie auch ihren weitreichenden Auswirkungen; im Feld des Elektroakustischen wie des Realräumlichen. Dieser Beitrag entfaltet zunächst die Vorgeschichte einer sonischen Mediologie anhand von acoustic ecology, medientheoretischen und kommunikationswissenschaftlichen Ansätzen. In einem zweiten Schritt wird im Rahmen neuer Anthropologien der Sinne gezeigt wie mediologische Grundfragen auf eine historische Anthropologie des Klanges, zu übertragen wären, ihre Gegenstände und Fragstellungen. Ein Spaziergang über einige künftig zu untersuchende Felder sonischer Mediologie beendet diesen Beitrag.