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DialogDesign [DD] 2006/08

Das Gespräch als Methode

Forschung von Margarete von Lupin, Journalistin, Redaktorin [Zürich]


Im Aufbau :: Die Seite wird laufend ergänzt.


Dynamische Gesprächsfiguren

Ein Dialog ist ein zeitsensitives und bidirektionales Verfahren mit einem Anfang, einem Ende und dazwischen einen Verlauf.

Ein Vergleich zu anderen zeitsensitiven Phänomenen liegt auf der Hand wie der Rhythmus von Tages- und Nachtwechsel, ein Oratorium oder eine Erzählung, ein Film im Kino oder der Flug eines Mäusebussards. Die Phänomene sind in der Zeit wahrnehmbar.

Fragen, welche dort gestellt wurden, könnten auch hier hilfreich sein. Etwa, wie ein Musikstück aufgebaut ist und das Orchster zusammengesetzt, für wen die Musik gedacht ist und was sie ausdrückt, wann das Stück aufgeführt bzw. gespielt und ob es aufgezeichnet wird.
Das zeitsensitive Moment ist grundlegend, als um die Tatsache der Chronologie, dass ein Ereignis unwiderbringlich auf das andere folgt, also eine Gesprächsäusserung auf die nächste, nicht zu ändern ist. Ein Komponist macht sich diesen Sachverhalt zunutze, auch ein Autor. Er legt die Abfolge fest, damit die Fortentwicklung und auch die Wirkungsweise des Stückes.

Da jedoch zum Dialog mindestens zwei Personen gehören, ist nicht nur der zeitabhängige Aspekt wesentlich, sondern auch, dass es zwei agierende Subjekte gibt. Der Dialog ist ein bidirektionales Verfahren. Er ist vergleichbar mit einer Expedition ins Polarmeer oder der Produktion eines Tisches, mit dem Anfang und Ende des Gymnasiumsbesuches oder dem Abwasch des Geschirrs. Der Dialog wird von mindestens zwei agierenden Subjekten ausgeführt, welche laufend aufeinander reagieren und ihre Gesprächsäusserungen direkt oder indirekt auf die des Gegenübers beziehen.

Um Gespräche in ihrem Verlauf gestalten zu können, geht es zunächst darum, einen äusseren Rahmen festzuschreiben. Wie in diesem Rahmen agiert und was produziert wird, soll an Ort und Stelle enstehen können. Der Vergleich zur Improvisation liegt nahe.

Ein Gespräch passiert im Hier und Jetzt. Der Einfall muss jetzt kommen, der Gedanke jetzt weiter entwickelt, der Ball im Ping-Pong zwischen Schlag und Schlag gehalten werden, damit der nächste folgen und eine Entwicklung stattfinden kann.

Schön gesagt, aber wie gemacht? Eine erste Typologie von Gesprächsfiguren soll ein Repertoire eröffnen, welches die Interaktionsvielfalt im Verlauf von Gesprächen erhöhen helfen soll.

Diese Typologie ist im Aufbau begriffen und in einer kleinen Kompilation gesondert erhältlich.



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