KESHMA blog

On this blog we discuss artistic methods, production archives, design theory, multilingualism, hyper structures and media epistemology.

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Begriffe & Zitate

: Was ist ein Medium?
„Unsere Gesellschaft ist eine Mediengesellschaft. Medien bestimmen unsere
Wahrnehmung, unsere Kommunikation, unsere Lebenswelt. Ohne Medien ist kein
Funktionieren der Gesellschaft mehr denkbar, auf keiner Ebene. Das ist
mittlerweile weithin anerkannt. Doch in Kontrast zur Erkenntnis der
Bedeutung der Medien steht ihr Verständnis - was ein Medium sei, das weiß
so recht niemand. Ein paar Beispiele: ein Stuhl, ein Rad, ein Spiegel
(McLuhan), eine Schulklasse, ein Fußball, ein Wartezimmer (Flusser), das
Wahlsystem, der Generalstreik, die Straße (Baudrillard), ein Pferd, das
Dromedar, der Elefant (Virilio), Grammophon, Film, Typewriter (Kittler),
Geld, Macht und Einfluss (Parsons), Kunst, Glaube und Liebe (Luhmann).“
Alexander Roesler (*1965)

: Medium als Label
„Wenn man jede Erwähnung des Begriffs ’Medien’ dazu zählt, wird das Ganze
tatsächlich uferlos. Das Wort steht ja mittlerweile weniger für eine
inhaltliche Position, sondern dient vor allem als Label, um sich im
akademischen Verteilungskampf Gelder und Stellen zu sichern.“ [Datum:
15.10.04 14:35:30 / Von: Stefan Heidenreich (*1965)|
<stefan.heidenreich@rz.hu-berlin.de>]

: Philosophie des Prozesshaften
“Philosophy of organism is the inversion of Kant’s philosophy … For Kant,
the world emerges from the subject; for the philosophy of organism, the
subject emerges from the world.”
Alfred North Whitehead (1861-1947)

: Emergenz
Emergenz bezeichnet das Hervortreten neuer, eigendynamischer Eigenschaften
eines Systems beim Übergang von einer niedrigeren zu einer höheren Ebene,
die nicht allein auf die Eigenschaften der Elemente auf der niedrigeren
Ebene zurückzuführen sind, sondern auf die Rekursivität von Operationen
des Systems selbst. Die Dynamik eines Systems, seine Logik und seine
Programme, ist also weder aus der Vermehrung von vorhandenen Elementen
noch durch deren Verknüpfung gegeben, sondern durch die Eigenbildung des
Systems, die auf niedrigerer Emergenzebene eine vollkommen andere Qualität
innehatte. Das System ist also nicht eine Struktur oder ein Verhältnis von
an und für sich existierenden Elementen, sondern die Elemente des Systems
werden durch die Operationen des Systems gebildet.

: Autopoiesis
Der Begriff bezieht sich auf Systeme, die alle elementaren Einheiten, aus
denen sie bestehen, durch ein Netzwerk eben dieser Elemente reproduzieren
und sich dadurch von einer Umwelt abgrenzen - sei es in der Form von
Leben, in der Form von Bewusstsein oder in Form von Kommunikation.
Autopoiesis ist die Produktionsweise dieser Systeme.
Niklas Luhmann (1927-1998)

: Epistemologie
Epistemologie ist die Wissenschaft vom rechten Wissen und, aus heutiger
Sicht, der Versuch, die eigene Perspektive zu sehen und damit auch die
(notwendig damit verbundene) eigene Blindheit, oder auch der Versuch, jene
Bedingungen zu beschreiben, unter denen zu einer bestimmten Zeit und in
einer bestimmten Gesellschaft die Unterscheidung zwischen Wahrheit und
Wahnsinn getroffen wird. Dieses letzte Verständnis finden wir bei
Foucault, der die Episteme als „historisches Apriori“, als
Unhintergehbarkeiten des Diskurses, definiert.

: Ästhetik
Ästhetik ist etymologisch mit Aisthesis verwandt, hat aber als historisch
gewachsener Begriff eine vollkommen andere Bedeutung. Wahrnehmung
(Aisthesis) ist unschuldig. Wahrnehmung kann Vorlieben haben. Werden
Vorlieben vergesellschaftet, entsteht Geschmack. Wird Geschmack
reflektiert, beginnt Ästhetik. Dass Ästhetik nur das wahrnehmen kann, was
die Selektion des Geschmacks übersieht, und am Ende wieder die
Sinnlichkeit der Materialität in der ästhetischen Wahrnehmung des
Kunstwerks aufleuchtet, ist, mit Kleist gesagt, der Hintereingang ins
Paradies und nicht zu verwechseln mit der unschuldigen Wahrnehmung.
Deshalb kann Hölderlin schreiben „Wer das Tiefste gedacht, liebt das
Lebendigste und es neigen die Weisen oft am Ende zum Schönen sich.“

: Denken
Denken ist langsam, weil darin seine einzige Chance besteht. Denken heißt
innezuhalten, zu zögern, nicht sofort zu reagieren, den Reflex zu
unterbinden, dem Instinkt misstrauisch zu begegnen und dann erst etwas zu
tun. (…) Dass Denken in der Regel etwas mit Nachdenken zu tun hat,
verweist darauf, dass dieses Moment des Verzögerns einer Reaktion eine
angereichte, komplexere Reaktion auf eine Situation ermöglicht.  Dirk
Baecker (*1955)

–
NEU:
http://www.formatLabor.net

Fragen an die Forschung (2)

Liebe Forschende,
vielen Dank für die Zusendungen. Wer mir sein Forschungsprojekt lieber
direkt zuschicken möchte (und nicht über die Liste posten), kann dies
gerne tun. Die Mailingliste kann nur pdfs archivieren, Word-Dateien werden
nicht mit archiviert, von daher ist es sinnvoll, den Forschungsantrag IN
die Mail zu tun. Der Vorschlag für die Strukturierung, die Sie im Text
„Fragen an die Forschung“ finden, ist der Vorschlag für einen erster
Schritt, auf den weitere folgen. Andere Strukturierungen sind willkommen.

Vision Mittelmeerraum 2010
ein paar Links, die vielleicht einen etwas anderen Blickwinkel vorschlagen:
http://www.neue-methode.de/in-klo-sion/html/links.htm
http://www.keshma.net/doku.php/glossary:freedom_of_movement
http://borderlineacademy.org
http://noborder.org
http://www.deportation-class.com/lh/index.html
http://www.kein.org/projects
http://www.kein.org

Glück zu allen!
tnvh

Flashback Seminar

Liebe Forschende,
vielen Dank für die bereichernde Erfahrung. Sehr schade war, dass einige
nicht bis zum Schluss bleiben konnten und sich für sie dadurch unsere
Methoden und Ansätze nicht ganz erschließen konnten.

1. VARIATIONEN (als Voraussetzung von Entwicklungen)
Ich möchte noch einmal dazu ermutigen, wirklich zu träumen und nach den
Sternen zu greifen und sich nicht gleich im ersten Schritt zu beschneiden;
mit Luhmann gesprochen, nicht dem Selektionsmechanismus in der Ausbildung
von neuen Variationen vorwegzugreifen.

Vielleicht könnten Sie sich überhaupt in Ihrem Vorgehen von der
systemtheoretischen Evolutionstheorie leiten lassen. Was mich zunächst
erstaunt, ist, dass es kaum Kooperationen zwischen unterschiedlichen
Kursteilnehmern gibt und jeder nur EIN Projekt verfolgt. Meine Erfahrung
ist, dass es oft günstiger ist, unterschiedliche Ansätze in
unterschiedlichen Konstellationen zu verfolgen, in denen man dann u.U.
auch unterschiedliche Funktionen innehat. Auf diese Weise schafft man
zunächst Variationen, die dann von der harten Realität (was immer das sein
mag) selektiert werden. Ich würde also ausdrücklich dazu ermutigen, an
unterschiedlichen Vorhaben parallel zu arbeiten bzw. unterschiedliche
Richtungen zu verfolgen und doch immer ein Hauptprojekt zu haben. Manchmal
wird durch Gegenüberstellungen von Ansätzen einiges klar und manchmal
lassen sich unterschiedliche Ansätze in ungewöhnlicher Weise miteinander
verbinden.

2. MATERIALIEN (die im Seminar aufgenommen wurden)
Es schien die Frage aufzutauchen, was mit den Materialien geschieht.
Leider haben wir vergessen, diese Frage im Seminar zu klären. Wer nicht
möchte, dass Materialien, auf denen er aufgenommen wurde, für KESHMA, also
mehr oder weniger intern (andere Universitäten werden KESHMA auch
benutzen), verwendet werden, kann uns dies bitte mitteilen. Massenmediale
und kommerzielle Verwendungen sind sowieso ausgeschlossen.

Wenn Sie nicht möchten, dass etwas verwendet wird, können Sie zwischen
folgenden Möglichkeiten wählen:
a) Keine Aufnahmen nirgends
b) Kein Video I (Was ist  ein Medium?)
c) Keine Video II (Pentagramm an der Tafel)
d) Keine Bilder
e) Kein Audio

Sobald wir Zeit und Geld dafür haben, wird KESHMA mit differenzierten
Lese- und Schreibrechten ausgestattet.  Bevor dies geschehen ist, bitte
ich darum, die Internetadresse
http://www.Keshma.net nicht zu veröffentlichen, auch nicht in großen
Mailinglisten, gut frequentierten Blogs oder als link.

Wir haben einen Space für jeden Teilnehmer angelegt.
Ich fände es sinnvoll, mit einer kleinen biografischen Notiz zu beginnen
und entsprechenden Links: Vielleicht mit einer Art Forscherbiografie, die
den Bogen schlägt zwischen Ihren bisherigem Werdegang und der mehr oder
weniger neuen Forschungsperspektive. Auf diese Weise können wir über die
Biografieform diskutieren, die Sie dann auch in Forschungsanträgen etc.
verwenden können.

Wer seinen Namen herausnehmen möchte, kann ihn löschen, indem er zu der
Datei geht, die seinen Namen trägt: [editieren] [Strg a] [Strg x] [save]
und mir eine Mail schickt, damit ich auch alle Links löschen kann.

ERGEBNIS (des Seminars)
Ich würde gerne ein Ergebnis des Seminars haben. Vielleicht werde ich die
Themen entlang der Audiobänder und Vorbereitungsnotizen noch einmal
ausarbeiten. Margarete schreibt ein Protokoll, das wir dann über die Liste
versenden und ggf. auf der Keshma-Plattform ausarbeiten können. Schön wäre
es allerdings, wenn wir ein gemeinsames VISUELLES Ergebnis hätten, das die
Komplexität extrem reduziert.

Ausgehen würde ich gern vom Deleuze-Text. Die Diskussion war sehr
aufschlussreich und vielleicht für die soziale Positionierung des
Designers nicht unergiebig. Mein Vorschlag wäre, dass wir Wörter oder
Sätze sammeln. Oder aber wir diskutieren den Text noch einmal auf der
Liste und versuchen dann zu einer visuellen Umsetzung zu kommen.

Glück zu allen!
till nikolaus von heiseler

–
NEU:
http://www.formatLabor.net

Vervollständigung der Literatur 01

Liebe Forschende,
diese Mailingliste ist für SIE eingerichtet worden. Sie erreichen damit
alle Mitstudierenden und Dozenten.

Um die Liste zu benutzen, können Sie entweder auf „Alle Antworten | Reply
to all“
klicken oder „ keshma@mail.kein.org “ in die Adresszeile schreiben.

Es entsteht automatisch ein Archiv mit allen über die Liste geschickten
mails unter:
http://mail.kein.org/pipermail/keshma/

Sie können die Liste benutzen, um Fragen zu stellen und die anderen
Studierenden auf interessante Links, Texte oder auch Veranstaltungen
hinzuweisen.
Auch Fragen zu den Texten können gern über die Liste gestellt werden.

Gut wäre es, wenn Sie ihre Forschung - idealerweise ausgehend von der
Strukturierung „Fragen an die Forschung „ - darstellen könnten und bis zum
6. Juni über die Liste schicken würden. Je früher desto besser.

Glück zu allen!
tnvh

Die Texte wurden vervollständigt:
http://www.formatlabor.net/nds/Heider-Ding_und_Medium.pdf
http://www.formatlabor.net/nds/Ernst_Wozu_Medientheorie.pdf
http://www.formatlabor.net/nds/Deleuze-Postskriptum.pdf
http://www.formatlabor.net/nds/Luhmann-Kommunikation.pdf
http://www.formatlabor.net/nds/Foucault-Archiv.pdf
http://www.formatlabor.net/nds/05_Fragen_an_die_Forschung.pdf

Weitere Texte zur Medientheorie:
http://userpage.fu-berlin.de/~sybkram/medium/inhalt.html
http://www.formatLabor.net/Mediendiskurs

Lektüre und mehr

Liebe Forschende,
sicherlich haben einige von Ihnen viel zu tun und nicht die Zeit, Dutzende
von Büchern zu lesen. Ich versuche deshalb, die für das Blockseminar
nötige Literatur so weit wie nur irgend möglich zu beschränken. Hier die
Texte (Pflichtlektüre), über die wir sprechen werden als pdfs.

http://www.formatlabor.net/nds/Luhmann-Kommunikation.pdf
http://www.formatlabor.net/nds/Foucault-Archiv.pdf
http://www.formatlabor.net/nds/Heider-Ding_und_Medium.pdf

Das Thema „Epistemologie und Medien“ ist sehr umfangreich und mir wäre es
wichtig, dass wir zumindest drei Bereiche skizzieren:

Epistemologie: Historischer Abriss, Konstruktivismus, Distinktionstheorie
Medienwissenschaft (Medientheorie I): Friedrich Kittler, Wolfgang Ernst
Systemtheorie (Medientheorie II): Niklas Luhmann, Dirk Baecker.

Ein tatsächlicher Überblick über die wichtigsten Medientheorien oder auch
nur die aktuellen Diskurse wird in dieser gedrängten Zeit nicht möglich
sein. Deshalb werden wir uns auf zwei komplementäre Ansätze beschränken:
Kittler und (=versus) Luhmann.

Als Klammer und Verbindungsglied werden zwei Grundlagentexte fungieren:
Heider: „Ding und Medium“
Foucault: „Das historische Apriori und das Archiv“ (Auszug aus Archäologie
des Wissens)

01-Heider
02-Foucault
03-Luhmann
04-Ernst

Wir werden auch mit Kurzreferaten arbeiten. Sie können sich zwischen drei
Möglichkeiten entscheiden, entweder wählen Sie eines der Bücher:

- Maturana: Was ist erkennen?
- Watzlawik: Menschliche Kommunikation
- Kittler: Optische Medien
- Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
- Stefan Heidenreich: Flip Flop
- Georg Spencer Brown: Laws of Form

Oder Sie wählen eines der Themen:
- Radikaler Konstruktivismus
- Luhmanns System
- Kittlers Aufschreibesysteme
- Systemisches Denken bei Heinz von Foerster

oder aber Sie sprechen über einen aktuellen Vortrag des Mediendiskurses
(www.formatLabor.net/Mediendiskurs). Hier reicht eine sehr kurze
Zusammenfassung (5 bis 10 Minuten) und ein geschriebenes abstract des
Vortrags (ca. 1000 Zeichen).

Ein anderes Thema in dem skizzierten Umfeld ist grundsätzlich in Absprache
möglich.

Bitte schicken Sie mir ein Skizze ihres Forschungsvorhabens bzw. Ihres
Forschungsinteresses. Hierzu ein Grundgerüst, das vielleicht für die erste
Strukturierung helfen kann (05-Fragen an die Forschung).

http://www.formatlabor.net/nds/05_Fragen_an_die_Forschung.pdf

Glück zu allen!
till nikolaus von heiseler

P.S.
Sie können die Mailingliste auch für organisatorische Zwecke benutzen.
Einfach auf „Alle Antworten | Reply to all“ klicken.

–
NEU:
http://www.formatLabor.net

Liebe Forschende,
liebe Lehrende,

1. Das Blockseminar
Am 15. bis 17. Juni 2006 werden wir das Blockseminar „Medien und
Epistemologie“ durchführen. Das Blockseminar besteht sowohl aus einem
theoretischen als auch aus einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil
wird es um Medien, Formate und Epistemologie gehen; im praktischen um die
Entwicklung und Darstellung von Forschungsvorhaben.

Das Seminar setzt sich aus Praxis, theoretischen Einführungen, praktischen
und theoretischen Übungen, Diskursen und konkreten Erklärungen zur Praxis
zusammen. Im Seminar werden die Studenten an unterschiedliche
Medientheorien herangeführt und für ihre Bedeutung und praktischen
Möglichkeiten sensibilisiert.

Das Ausgangsmaterial für den medienpraktischen Teil bilden die konkreten
Projekte der Studierenden.

2. Online Zusammenarbeit
Im Vorfeld des Seminars möchten wir versuchen, unsere Arbeitsplattform
KESHMA vorbereitend einzusetzen.

In den Jahren 2003 - 2006 haben wir Internetcolloquien an der Freien
Universität und in Zusammenarbeit mit der Humboldt Universität und der
Universität der Künste Berlin gegeben. Unsere Erfahrung ist, dass die
Regeln in der Zusammenarbeit in Abwesenheit sehr konkret sein müssen und
es nicht reicht, bloße Möglichkeiten aufzuzeigen.

Wir werden Ihnen deshalb konkrete Vorschläge machen und gewisse Metaregeln
aufstellen, die sich bewärt haben. Unsere Vorschläge können natürlich auf
dieser Mailingliste diskutiert werden.

Es gibt auf der KESHMA-Plattform unterschiedliche Bereiche:
- Lehrbereich
- Projektbereich
- Media-Archives

Wir werden zunächst den Lehrbereich „Digital Classroom“ nutzen. Sie können
später Ihre Ergebnisse im Media-Archives ablegen und Ihre eigenen Projekte
im Projektbereich entwickeln. Im Digital Classroom schlagen wir eine
Struktur vor, im Projekt- und Archivbereich können Sie Ihre individuelle
Struktur entwickeln.

Die Plattform befindet sich in der Entwicklung. Alle augenblicklichen
Inputs (am besten in Form der Äußerung von konkreten Bedürfnissen) können
deshalb berücksichtigt und zeitnah umgesetzt werden.

Ergebnisse der Plattform-Benutzung sollen sein,
- dass Sie (auch für ihre zukünftige Arbeit) Ihren eigenen Weg finden,
Online-Zusammenarbeit in Ihren Projekten fruchtbar einzusetzen und Ihre
eigene persönliche Form des „Art of Networking“ weiterentwickeln.
- sich Ihre Forschung weiterentwickelt, diskutiert wird und mehr und mehr
Gestalt annimmt.
- eine gemeinsame Präsentationsplattform vorbereitet wird.
- Materialien für Ihre eigene Projektseite entwickelt und strukturiert
werden.

Darüber hinaus soll die Plattform dafür dienen, alle Lehrveranstaltung zu
archivieren.

# Unser These ist, dass ein Tool nicht an und für sich eine Qualität hat,
sondern immer nur so gut ist, wie seine Benutzung.

# Unsere Erfahrung ist, dass es wenig Sinn hat, die technischen
Fähigkeiten getrennt von der konkreten Anwendung zu vermitteln, dass es
darauf ankommt, jenseits der Technik konzeptionelle Phantasien zu
entwickeln, dass zu frühe Konfrontation mit technischen Problemen die
Phantasie begrenzt und ablenkt. Deshalb nehmen wir Ihnen - wenn nötig und
gewünscht - zunächst alles Technische ab. Wir zeigen Ihnen in den
Realisationen, wie man das Gewünscht bewerkstelligen kann oder suchen
gemeinsam nach Lösungen für konkrete Bedürfnisse. Fortan können Sie dann
selbst und unabhängig von uns auf der Plattform arbeiten. Wenn erst einmal
eine Community mit technischer Kompetenz besteht, können weitere Personen
sehr leicht integriert werden.

Fragen werden als FaQs verarbeitet.

3. Metaarchitektur
Die Metaarchitektur, die wir gewählt haben, ist:
- Wiki (das mit detaillierten Lese- und Schreiberechten versehen werden kann)
- Angelagertes Medienarchiv für ALLE im Netz möglichen Formate über php
und Vergabe von Accounts.

Diese Metaarchitektur ermöglicht eine vollkommene Flexibilität, d.h. die
Form(en), die sich entwickeln, wird bzw. werden maßgeblich von der
Benutzung generiert. Über die Volltextsuche des Wikis und entsprechende
standardisierte Einträge der Metadaten kann jede Mediendatei leicht
aufgefunden werden. Hierzu braucht es weder besonderes Wissen noch die
Beschäftigung mit Datenbanken.

KESHMA basiert technisch auf der DokuWiki-Software von Andreas Gohr und
auf unterschiedlichen plugins. DokuWiki ist besonders für UNABHÄNGIG
ARBEITENDE Gruppen zweckmäßig, die dann in einem zweiten Schritt ein loses
Netzwerk bilden. Über eine installierte Volltextsuche kann jedes Dokument
auch unabhängig vom Dokumenten-Namen angesteuert werden.

Durch diese Architektur wird es möglich sein, dass Sie die Mediendaten,
die Sie auf den KESHMA-Server hochladen, auch leicht mit Ihren eigenen
Seiten verbinden können.

Eine detaillierte Beschreibung der internen Wikiarchitektur folgt.

Weitere Besonderheit von KESHMA:
Die Besonderheit von KESHMA besteht darin, dass sich sowohl
wissenschaftliche als auch künstlerische Arbeiten auf einer Plattform
befinden und ständig UND VON JEDEM entsprechende Querverbindungen
geschaffen werden können. Theoretische Inputs werden in unterschiedlichen
Medien verfügbar gemacht (insbesondere in Tele-Lectures). Dieser Teil wird
bis Sommer 2006 aufgebaut werden und dann ca. 20 bis 30 hochwertige
Vorträge enthalten.

4. Entwicklung einer Präsentationsplattform
Durch unsere Meta-Architektur können wir mit unterschiedlichen Oberflächen
die Mediadaten ansprechen. Sie können einerseits die Mediendaten, die Sie
auf den KESHMA-Server hochladen, mit Ihren eigenen Seiten verbinden,
andererseits wäre es auch möglich, eine Präsentationsplattform für den NDS
Design Culture zu designen und den präsentationsrelevanten Mediendaten
vorzuschalten.

Damit würde der Arbeitsbereich von einem Präsentationsbereich abgetrennt
werden. Ein Vorteil der Trennung beider Bereiche besteht darin, dass ein
Wiki eine sehr begrenzte Gestaltungsmöglichkeit besitzt und alle Seiten
gleich formatiert sind. Dort, wo es zunächst um die Entwicklung von
Gedanken und das Auffinden von Inhalten und Mediendateien (Bilder, Videos,
Audiotracks) geht - insbesondere für Tele-Lectures -, ist KESHMA ideal.
Wenn es dagegen eher um eine Präsentation und Gesamterscheinung geht,
braucht es eine andere Oberfläche, die konzeptionell und strukturell auf
KESHMA entwickelt werden kann, sich aber auch deutlich von der
Wiki-Architektur abhebt.

Keshma kann also zur Entwicklung der Präsentationsplattform eingesetzt
werden. Die Linkstrukturen, Texte und Mediendateien können dann im NDS
Design Culture diskutiert werden. Auf der gemeinsam Präsentationsplattform
können Sie, wenn Sie möchten, Ihre eigene Projektseite entwickeln.

5. Welche Bedürfnisse haben Sie in Bezug auf KESHMA?

5.1 Lehrende:
- Für die Lehre

5.2 Lernende:
- Für die Projektentwicklung
- Für die Projektdarstellung
- Für die Projektarchivierung

6. Technische Anmerkung:
In die Mailingliste haben wir zunächst die Studierenden eingetragen. Wer
von den Lehrenden eingetragen werden möchte oder wer von den Forschenden
mit Partnern arbeitet, die noch nicht auf der Liste sind, kann ihn bzw.
sich gerne hier eintragen: http://mail.kein.org/mailman/listinfo/keshma

Wer Schwierigkeiten damit hat, kann uns eine Mail senden, wir tragen die
betreffende Person dann in die Mailingliste ein.

Um eine Mail über die Liste zu schicken, klicken Sie bitte auf „Alle
antworten“ bzw. „reply to all.“

Glück zu allen!
till nikolaus von heiseler

–
NEU:
http://www.formatLabor.net

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