Liebe Forschende,
liebe Lehrende,
1. Das Blockseminar
Am 15. bis 17. Juni 2006 werden wir das Blockseminar „Medien und
Epistemologie“ durchführen. Das Blockseminar besteht sowohl aus einem
theoretischen als auch aus einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil
wird es um Medien, Formate und Epistemologie gehen; im praktischen um die
Entwicklung und Darstellung von Forschungsvorhaben.
Das Seminar setzt sich aus Praxis, theoretischen Einführungen, praktischen
und theoretischen Übungen, Diskursen und konkreten Erklärungen zur Praxis
zusammen. Im Seminar werden die Studenten an unterschiedliche
Medientheorien herangeführt und für ihre Bedeutung und praktischen
Möglichkeiten sensibilisiert.
Das Ausgangsmaterial für den medienpraktischen Teil bilden die konkreten
Projekte der Studierenden.
2. Online Zusammenarbeit
Im Vorfeld des Seminars möchten wir versuchen, unsere Arbeitsplattform
KESHMA vorbereitend einzusetzen.
In den Jahren 2003 - 2006 haben wir Internetcolloquien an der Freien
Universität und in Zusammenarbeit mit der Humboldt Universität und der
Universität der Künste Berlin gegeben. Unsere Erfahrung ist, dass die
Regeln in der Zusammenarbeit in Abwesenheit sehr konkret sein müssen und
es nicht reicht, bloße Möglichkeiten aufzuzeigen.
Wir werden Ihnen deshalb konkrete Vorschläge machen und gewisse Metaregeln
aufstellen, die sich bewärt haben. Unsere Vorschläge können natürlich auf
dieser Mailingliste diskutiert werden.
Es gibt auf der KESHMA-Plattform unterschiedliche Bereiche:
- Lehrbereich
- Projektbereich
- Media-Archives
Wir werden zunächst den Lehrbereich „Digital Classroom“ nutzen. Sie können
später Ihre Ergebnisse im Media-Archives ablegen und Ihre eigenen Projekte
im Projektbereich entwickeln. Im Digital Classroom schlagen wir eine
Struktur vor, im Projekt- und Archivbereich können Sie Ihre individuelle
Struktur entwickeln.
Die Plattform befindet sich in der Entwicklung. Alle augenblicklichen
Inputs (am besten in Form der Äußerung von konkreten Bedürfnissen) können
deshalb berücksichtigt und zeitnah umgesetzt werden.
Ergebnisse der Plattform-Benutzung sollen sein,
- dass Sie (auch für ihre zukünftige Arbeit) Ihren eigenen Weg finden,
Online-Zusammenarbeit in Ihren Projekten fruchtbar einzusetzen und Ihre
eigene persönliche Form des „Art of Networking“ weiterentwickeln.
- sich Ihre Forschung weiterentwickelt, diskutiert wird und mehr und mehr
Gestalt annimmt.
- eine gemeinsame Präsentationsplattform vorbereitet wird.
- Materialien für Ihre eigene Projektseite entwickelt und strukturiert
werden.
Darüber hinaus soll die Plattform dafür dienen, alle Lehrveranstaltung zu
archivieren.
# Unser These ist, dass ein Tool nicht an und für sich eine Qualität hat,
sondern immer nur so gut ist, wie seine Benutzung.
# Unsere Erfahrung ist, dass es wenig Sinn hat, die technischen
Fähigkeiten getrennt von der konkreten Anwendung zu vermitteln, dass es
darauf ankommt, jenseits der Technik konzeptionelle Phantasien zu
entwickeln, dass zu frühe Konfrontation mit technischen Problemen die
Phantasie begrenzt und ablenkt. Deshalb nehmen wir Ihnen - wenn nötig und
gewünscht - zunächst alles Technische ab. Wir zeigen Ihnen in den
Realisationen, wie man das Gewünscht bewerkstelligen kann oder suchen
gemeinsam nach Lösungen für konkrete Bedürfnisse. Fortan können Sie dann
selbst und unabhängig von uns auf der Plattform arbeiten. Wenn erst einmal
eine Community mit technischer Kompetenz besteht, können weitere Personen
sehr leicht integriert werden.
Fragen werden als FaQs verarbeitet.
3. Metaarchitektur
Die Metaarchitektur, die wir gewählt haben, ist:
- Wiki (das mit detaillierten Lese- und Schreiberechten versehen werden kann)
- Angelagertes Medienarchiv für ALLE im Netz möglichen Formate über php
und Vergabe von Accounts.
Diese Metaarchitektur ermöglicht eine vollkommene Flexibilität, d.h. die
Form(en), die sich entwickeln, wird bzw. werden maßgeblich von der
Benutzung generiert. Über die Volltextsuche des Wikis und entsprechende
standardisierte Einträge der Metadaten kann jede Mediendatei leicht
aufgefunden werden. Hierzu braucht es weder besonderes Wissen noch die
Beschäftigung mit Datenbanken.
KESHMA basiert technisch auf der DokuWiki-Software von Andreas Gohr und
auf unterschiedlichen plugins. DokuWiki ist besonders für UNABHÄNGIG
ARBEITENDE Gruppen zweckmäßig, die dann in einem zweiten Schritt ein loses
Netzwerk bilden. Über eine installierte Volltextsuche kann jedes Dokument
auch unabhängig vom Dokumenten-Namen angesteuert werden.
Durch diese Architektur wird es möglich sein, dass Sie die Mediendaten,
die Sie auf den KESHMA-Server hochladen, auch leicht mit Ihren eigenen
Seiten verbinden können.
Eine detaillierte Beschreibung der internen Wikiarchitektur folgt.
Weitere Besonderheit von KESHMA:
Die Besonderheit von KESHMA besteht darin, dass sich sowohl
wissenschaftliche als auch künstlerische Arbeiten auf einer Plattform
befinden und ständig UND VON JEDEM entsprechende Querverbindungen
geschaffen werden können. Theoretische Inputs werden in unterschiedlichen
Medien verfügbar gemacht (insbesondere in Tele-Lectures). Dieser Teil wird
bis Sommer 2006 aufgebaut werden und dann ca. 20 bis 30 hochwertige
Vorträge enthalten.
4. Entwicklung einer Präsentationsplattform
Durch unsere Meta-Architektur können wir mit unterschiedlichen Oberflächen
die Mediadaten ansprechen. Sie können einerseits die Mediendaten, die Sie
auf den KESHMA-Server hochladen, mit Ihren eigenen Seiten verbinden,
andererseits wäre es auch möglich, eine Präsentationsplattform für den NDS
Design Culture zu designen und den präsentationsrelevanten Mediendaten
vorzuschalten.
Damit würde der Arbeitsbereich von einem Präsentationsbereich abgetrennt
werden. Ein Vorteil der Trennung beider Bereiche besteht darin, dass ein
Wiki eine sehr begrenzte Gestaltungsmöglichkeit besitzt und alle Seiten
gleich formatiert sind. Dort, wo es zunächst um die Entwicklung von
Gedanken und das Auffinden von Inhalten und Mediendateien (Bilder, Videos,
Audiotracks) geht - insbesondere für Tele-Lectures -, ist KESHMA ideal.
Wenn es dagegen eher um eine Präsentation und Gesamterscheinung geht,
braucht es eine andere Oberfläche, die konzeptionell und strukturell auf
KESHMA entwickelt werden kann, sich aber auch deutlich von der
Wiki-Architektur abhebt.
Keshma kann also zur Entwicklung der Präsentationsplattform eingesetzt
werden. Die Linkstrukturen, Texte und Mediendateien können dann im NDS
Design Culture diskutiert werden. Auf der gemeinsam Präsentationsplattform
können Sie, wenn Sie möchten, Ihre eigene Projektseite entwickeln.
5. Welche Bedürfnisse haben Sie in Bezug auf KESHMA?
5.1 Lehrende:
- Für die Lehre
5.2 Lernende:
- Für die Projektentwicklung
- Für die Projektdarstellung
- Für die Projektarchivierung
6. Technische Anmerkung:
In die Mailingliste haben wir zunächst die Studierenden eingetragen. Wer
von den Lehrenden eingetragen werden möchte oder wer von den Forschenden
mit Partnern arbeitet, die noch nicht auf der Liste sind, kann ihn bzw.
sich gerne hier eintragen: http://mail.kein.org/mailman/listinfo/keshma
Wer Schwierigkeiten damit hat, kann uns eine Mail senden, wir tragen die
betreffende Person dann in die Mailingliste ein.
Um eine Mail über die Liste zu schicken, klicken Sie bitte auf „Alle
antworten“ bzw. „reply to all.“
Glück zu allen!
till nikolaus von heiseler
–
NEU:
http://www.formatLabor.net