Florian Schneider: Keine Grenzen!

„Wenn du mit ImmigrantInnen zu tun hast, und begriffen hast, dass die
Tatsache, dass diese Menschen diese Grenzen überschreiten, ein Akt ist,
der von einer großartigen Autonomie zeugt, auf die wir uns politisch
beziehen wollen und die nichts damit zu tun hat, dass sie die Opfer von
Flucht, Vertreibung, Folter oder ganz bösem Kapitalismus und so weiter
sind, weil genau das den Menschen ihre Subjektivität raubt – so wie die
Linke normalerweise darüber nach gedacht hat oder größtenteils immer noch
darüber nachdenkt -, was dann zu diesem komischen Assistenzrassismus oder
diesem mitleidsvollen, kirchenasylartigen „wir helfen ihnen mal bis zu
einem gewissen Grade“ führt, wo aber das Verhältnis klar definiert bleibt,
wer hier in der Lage ist, wem zu helfen, und wer hier festlegt, wie lang
diese Hilfe gilt und wann sie nicht mehr gilt und nach welchen Kriterien
sie ausgegeben wird – dann prägt das die Weise, wie man über die Welt
nachdenkt.“ (fls)

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http://www.neue-methode.de/in-klo-sion/html/about.htm

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