Flashback Seminar

Liebe Forschende,
vielen Dank für die bereichernde Erfahrung. Sehr schade war, dass einige
nicht bis zum Schluss bleiben konnten und sich für sie dadurch unsere
Methoden und Ansätze nicht ganz erschließen konnten.

1. VARIATIONEN (als Voraussetzung von Entwicklungen)
Ich möchte noch einmal dazu ermutigen, wirklich zu träumen und nach den
Sternen zu greifen und sich nicht gleich im ersten Schritt zu beschneiden;
mit Luhmann gesprochen, nicht dem Selektionsmechanismus in der Ausbildung
von neuen Variationen vorwegzugreifen.

Vielleicht könnten Sie sich überhaupt in Ihrem Vorgehen von der
systemtheoretischen Evolutionstheorie leiten lassen. Was mich zunächst
erstaunt, ist, dass es kaum Kooperationen zwischen unterschiedlichen
Kursteilnehmern gibt und jeder nur EIN Projekt verfolgt. Meine Erfahrung
ist, dass es oft günstiger ist, unterschiedliche Ansätze in
unterschiedlichen Konstellationen zu verfolgen, in denen man dann u.U.
auch unterschiedliche Funktionen innehat. Auf diese Weise schafft man
zunächst Variationen, die dann von der harten Realität (was immer das sein
mag) selektiert werden. Ich würde also ausdrücklich dazu ermutigen, an
unterschiedlichen Vorhaben parallel zu arbeiten bzw. unterschiedliche
Richtungen zu verfolgen und doch immer ein Hauptprojekt zu haben. Manchmal
wird durch Gegenüberstellungen von Ansätzen einiges klar und manchmal
lassen sich unterschiedliche Ansätze in ungewöhnlicher Weise miteinander
verbinden.

2. MATERIALIEN (die im Seminar aufgenommen wurden)
Es schien die Frage aufzutauchen, was mit den Materialien geschieht.
Leider haben wir vergessen, diese Frage im Seminar zu klären. Wer nicht
möchte, dass Materialien, auf denen er aufgenommen wurde, für KESHMA, also
mehr oder weniger intern (andere Universitäten werden KESHMA auch
benutzen), verwendet werden, kann uns dies bitte mitteilen. Massenmediale
und kommerzielle Verwendungen sind sowieso ausgeschlossen.

Wenn Sie nicht möchten, dass etwas verwendet wird, können Sie zwischen
folgenden Möglichkeiten wählen:
a) Keine Aufnahmen nirgends
b) Kein Video I (Was ist  ein Medium?)
c) Keine Video II (Pentagramm an der Tafel)
d) Keine Bilder
e) Kein Audio

Sobald wir Zeit und Geld dafür haben, wird KESHMA mit differenzierten
Lese- und Schreibrechten ausgestattet.  Bevor dies geschehen ist, bitte
ich darum, die Internetadresse
http://www.Keshma.net nicht zu veröffentlichen, auch nicht in großen
Mailinglisten, gut frequentierten Blogs oder als link.

Wir haben einen Space für jeden Teilnehmer angelegt.
Ich fände es sinnvoll, mit einer kleinen biografischen Notiz zu beginnen
und entsprechenden Links: Vielleicht mit einer Art Forscherbiografie, die
den Bogen schlägt zwischen Ihren bisherigem Werdegang und der mehr oder
weniger neuen Forschungsperspektive. Auf diese Weise können wir über die
Biografieform diskutieren, die Sie dann auch in Forschungsanträgen etc.
verwenden können.

Wer seinen Namen herausnehmen möchte, kann ihn löschen, indem er zu der
Datei geht, die seinen Namen trägt: [editieren] [Strg a] [Strg x] [save]
und mir eine Mail schickt, damit ich auch alle Links löschen kann.

ERGEBNIS (des Seminars)
Ich würde gerne ein Ergebnis des Seminars haben. Vielleicht werde ich die
Themen entlang der Audiobänder und Vorbereitungsnotizen noch einmal
ausarbeiten. Margarete schreibt ein Protokoll, das wir dann über die Liste
versenden und ggf. auf der Keshma-Plattform ausarbeiten können. Schön wäre
es allerdings, wenn wir ein gemeinsames VISUELLES Ergebnis hätten, das die
Komplexität extrem reduziert.

Ausgehen würde ich gern vom Deleuze-Text. Die Diskussion war sehr
aufschlussreich und vielleicht für die soziale Positionierung des
Designers nicht unergiebig. Mein Vorschlag wäre, dass wir Wörter oder
Sätze sammeln. Oder aber wir diskutieren den Text noch einmal auf der
Liste und versuchen dann zu einer visuellen Umsetzung zu kommen.

Glück zu allen!
till nikolaus von heiseler

–
NEU:
http://www.formatLabor.net

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