On this blog we discuss artistic methods, production archives, design theory, multilingualism, hyper structures and media epistemology.
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Formatrevolutionäres Happening! Zum 1. Mai 2008 ist es so weit. Wir beugen uns und segnen das Kapital! Die Dead Men Performance besteht darin, an einem Ort des Kommerzes den Boden mit dem Kopf zu berühren.
The Dead Men Performance consists in touching the ground with your head in a place of commerce. / Mitschreib- und Publikationsprojekt
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Zum 1. Mai 2008 beginnt die Vorbereitungs- und Teambildungsphase des offenen Publikations- und Mitschreibprojekt Ästhetik des Wissens
Programmatisch beginnt unser Mitschreibprojekt - passend zum 1. Mai - mit dem Begriff Geld, verstanden als ein Medium des Austausches. Wenn Sie teilnehmen möchten, tragen Sie sich bitte in unsere Mailing Liste „Ästhetik des Wissens“ ein: http://mail.kein.org/mailman/listinfo/vim-colloquium
Wie entwickeln zurzeit gemeinsam mit einigen Kooperationspartnern ein Moderationstool mit den Schwerpunkten:
* Drittmittelgenerierung
* Kooperation von Kunsthochschulen und Universitäten
* Publikationsinstrument
Das Projekt „Ästhetik des Wissens“ wird in den nächsten Wochen auf diese von uns entwickelte Softwarelösung aufgesetzt. Falls Sie am Projekt teilnehmen möchten, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail mit dem Subject „SOMA“
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Open Call: Unser Fade to Black Project wird dieses Jahr zurück in den theatralen Raum geführt werden. Wer mitmachen möchte meldet sich bitte hier: formatlabor.net@gmail.com Das Fade to Black Project ist ein Performance-, Video- und Internetprojekt, in dem neue Arbeitsweisen und Formen der Kollaboration erprobt werden. Der Videofilmer H. hinterlässt nach einer unbegreiflichen Tat ein Text-, Bild-, Ton- und Videoarchiv. Dieses Archiv kann nun von jedem für eigene Arbeiten genutzt werden. Eines der ersten Ergebnisse, welches auf diese Weise entstanden ist, ist der abendfüllende experimentelle Spielfilm “Shit Happens”. http://www.formatlabor.net/fadetoblack Das Projekt wurde am 28. April 2008 um 19:00 Uhr im Filmforum der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig in der Klasse von Michael Brynntrup [ http://www.brynntrup.de/now ] vorgestellt.
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Wir suchen ab Juli 08
*eine/n Schittassistenten
*eine/n Praktikanten
*eine 24/7 Assistentin
******* JAHRESRUECKBLICK 2007 *******
Zum Thema des Jahres „Narrationen im elektronischen Zeitalter“ führten wir eine Salonreihe im Tesla Berlin durch. Moderiert wurden die Abende von Till Nikolaus von Heiseler und Jan-Peter E.R. Sonntag. => http://www.formatlabor.net/blog/?p=198
Es wurde der abendfüllende Film „Shit Happens“ in einer Preview gezeigt (http://fade-to-black.styx.org/ und acht Monate lang alle zwei Wochen eine Telelecture geposted (www.formatlabor.net/blog).
Der Höhepunkt des Jahres bestand in der Ausstellung „Lara X. Schiffer - I’ll be Your Model“, ( http://www.laraxschiffer.com/ ) einer ersten Gestaltwerdung des Projektes „Reich durch Kunst“. http://www.mail-archive.com/rohrpost@mikrolisten.de/msg01287.html Unsere Arbeitsplattform www.keshma.net wurde intensiv von mehreren Universitäten genutzt. Das Jahr stand ästhetisch unter dem Motto der Backstage.
The Dead Men Performance consists in touching the ground with your head in a place of commerce. // Die Dead Men Performance besteht darin, an einem Ort des Kommerzes den Boden mit dem Kopf zu berühren.
Touch the ground with your head in a place of commerce and have a photograph of yours been taken or take a photograph of yourself. Send the fotograph to Formatlabor with the Subjekt “Dead Men Performance”.// Berühre an einem Ort des Kommerzes den Boden mit dem Kopf und lass dich dabei fotografieren oder fotografiere dich selbst. Schicke das Bild an das Formatlabor mit dem Betreff: “Dead Men Performance”.
Am 04.01.08 schrieb Mirko Fichtner <macro@c-base.org>:
> Ich habe vor zwei Jahren mal ein solches Projekt angefangen, Open Movie,
> ein collorabatives Drehbuch, das dann von einzelne Szenen von einzelnen
> Teams bearbeitet werden sollten - so das ein Patchworkfilm entsteht.
> Allerdings waren viele Sachen in 3D geplant, wobei alle Modelle dann
> jedem zur Verfügung stehen. Auch kann jeder sein eigenen Schnitt machen
> bei Lust und Laune.
> Würde so etwas funktionieren können?
>
> Viele Grüße
> macro
Am 04.01.08 schrieb Till Nikolaus von Heiseler
<till.n.v.heiseler@googlemail.com>:
Ja, ich glaube das eben ist das Problem: Alles ist Möglich = Nichts passiert.
Das ist sozusagen der Denkfehler aller Techniker. Man muss Regeln
festlegen und man muss garantieren, das wenn die Regeln eingehalten
werden, es verwertbare Resultate gibt. Und dann kann natürlich jeder
andere Regeln vorschlagen, muss nur eben dann auch garantieren, das was
rauskommt.
Das kann man ganz schön in der Zusammenarbeit in Wikis erleben.
(((Vielleicht diskutieren wir erst mal über Zusammenarbeit generell und
kommen später auf Videoproduktionen zurück.)))
Wenn ich für meine Studenten ein Wiki hinstelle und ein paar Texte ablege
und sage, jeder kann überall schreiben, schreiben in 4 Seminaren mit
jeweils ca. 25 - 30 Personen KEINER. Nun haben wir es immerhin geschafft
eine Plattform aufzubauen, auf der tatsächlich Leute (mehrere
Universitäten) arbeiten, da werden DFG-Forschungsanträge entwickelt und
Tagungen werden in Videoform abgelegt. Alles ist offen.
Da ist ja nun Medientheatraliker bin, zitieren ich aus einem Chat mit Pit
Schultz::::
Chat Pit Schulz - tnvh
23. Okt. 2007
-+€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€+-
M E D I E N T H E A T E R
[Vorhang auf!]
-+€€€€€€€€€€€€€€€€€€€€+-
Pit: wer macht den wiki-gärtner bei euch?
15:29 till.n.v.heiseler: Die Gärtnerei ist Regelorientiert, ich habe die
Gene in Form von Spielregeln geschrieben und alles läuft nach unseren
Vorgaben, die so ein bisschen kategorisch vorgetragen wurden um allen ein
bisschen halt zu geben und das Gefühl, dass wir wissen wovon wir sprechen.
Es gibt 5 Makrobereiche, die nach unterschiedlichen Regeln gestaltet werden.
1. Digital Classroom = Akademischer Lehrer sagt, wie’s läuft.
2. keshma case = Projekte in jeweils eigenen Namespaces.
3. Media archives = Vorträge, offen aber bitte nix ändern.
4. Von uns Open Wiki = no rules
5. reseach = Metareflexion des Gesamtprojektes offen für alle beteiligten.
Pit: sehr interessant. guck mal:
http://meta.wikimedia.org/wiki/Using_the_python_wikipediabot
15:35 till.n.v.heiseler: class room läuft gut. Die Projekte übersehe ich
nicht alle, aber sie stören sich zumindest nicht. Wird viel gearbeitet.
media achives habe ich vorträge hochgeladen und so. Benutze ich auch wenn
ich Seminare gebe. Die Seite von Wolfgang Ernst ist da probeweise
ausgearbeitet. Können auch die Studenten benutzen. und research habe ich
mal ein glossar versucht, habe dann in unseren block übertragen
(www.formatlabor.net/blog) aber noch nicht sichtbar gemacht. Werde das
alles jetzt noch mal aus dem block in unser formatlabor-wiki holen. Für
die Publikation. Die kommt nun endlich im Frühling bei Kadmos (und heißt
Medientheater).
15:36 Pit: toll das waere mal ein thema fuer einen workshop bei
newthinking 15:37 stellst du das modell andernorts mal vor?
till.n.v.heiseler: ja. nur leider weiß ich nicht wirklich, warum es nun
funktioniert und davor nicht. Ich kann zwar erklären was ich gemacht habe.
Aber warum das nun besser geht, weiß ich nicht. Impressionmanagment? Die
Pointe ist, das im Open Wiki, wo es keine Regeln gibt, NIEMAND GESCHRIEBEN
HAT.
>
>
> Janus von Abaton schrieb:
> > Die Frage wäre doch, auf welche Bereiche man die Modelle übertragen
könnte . O.k. Wikipedia, klar… wir haben mal versucht das auf
Videoproduktion zu übertragen.
> >
> > http://www.formatlabor.net/blog/?p=45
> >
> > …sind die Zeiten eigenlich vorbei, wo auf Rohrpost tatsächlich über
Dinge diskutiert wurde?
> >
> > jANUS
> >
> >
> >
> > ——– Original-Nachricht ——–
> >
> >> Datum: Tue, 1 Jan 2008 16:05:06 +0100 (CET)
> >> Von: Sophia Nabokov <sophia_nabokov@yahoo.de>
> >> An: Till Nikolaus von Heiseler <till.n.v.heiseler@googlemail.com>,
rohrpost <rohrpost@mikrolisten.de>
> >> Betreff: RE: [rohrpost] Volker Grassmuck erklärt zum Jahreswechsel
was Freie Software ist…
> >>
> >
> >
> >> Lieber Till,
> >> hier schicke ich dir den korrigierten Text für den Blogartikel (
> >> http://www.formatlabor.net/blog/?p=208 ) und auch über Rohrpost; –
vielleicht
> >> will ja jemand mitdiskutieren. Ich hoffe, dass ich die Sache richtig
> >> verstanden habe und es im Text nicht mehr so viele Tippfehler gibt.
Und ich hoffe
> >> auch, dass es dir nix ausmacht, dass ich ihn hier poste.
> >>
> >> Sophia
> >>
> >> Hier der Text:
> >>
> >> Die Geschichte der Freien Software ist nicht nur die Geschichte eines
nie
> >> da gewesenen Produktes, eines Produktes, das einerseits immateriell ist
> >> (wie alle digitalen Daten) und anderseits produktiv wie andere
> >> Produktionsmittel auch (wie etwa Fabriken und Maschinen), sondern die
Geschichte der
> >> Freien Software erzählt das Wachsen einer alternativen Ökonomie, in
der Arbeit
> >> nicht mehr bezahlt wird und Leistungen nichts mehr kosten. Die
> >> Arbeitsstrukturen in denen Freie Software geschrieben (produziert)
wird, sind
> >> prinzipiell offen. Prinzipiell im zweifachen Sinne a) im Sinne der
der Definition
> >> und des Prinzips - Freie Software zeichnet sich dadurch aus, eben
nicht in
> >> einem geschlossenen Unternehmenszusammenhang produziert zu werden und
b) im
> >> Sinne der Einschränkung, denn tatsächlich teilnehmen kann nur der,
der es
> >> vermag zum Autor Freier Software zu werden und eine entsprechende
> >> Qualifikation mitbringt. Wenn wir die Produktionsstrukturen Freier
Software
> >> modellhaft begreifen und
> >> also nach ihrer Übertragbarkeit auf andere Arbeits- und
> >> Produktionsstruktur fragen, erscheint es sinnvoll, zunächst die
Besonderheiten der Freien
> >> Software zu beschreiben.
> >> 1. Historische Wurzeln. Computerprogramme haben womöglich zwei Wurzeln.
> >> Die eine liegt in der kostenlosen Beigabe der Software zu einer Hardware
> >> und die andere liegt in der Universität. Die Universität ist ein
> >> privilegierter Ort, zu vergleichen mit dem antiken Staatstheater. Ein
Ort, der für
> >> die Wissensproduktion der Gemeinschaft so wichtig erscheint, dass man
ihn
> >> gemeinschaftlich über Steuern finanziert.
> >> 2. Globalität. Die Zusammenarbeit an Freier Software ist grundsätzlich
> >> nicht örtlich gebunden, sondern kann über das Internet geschehen. Sie
ist
> >> nicht lokal gebunden.
> >> 3. Anerkennungsökonomie. Die Community ist gut vernetzt und das
> >> Bedürfnis der Anerkennung besteht vor allem in der
Peer-to-Peer-Gruppe. Die
> >> Anerkennung der Peer-to-Peer Gruppe ist nicht käuflich. Den anderen
> >> Gesellschaftsmitglieder ist die Wertschätzung der eigentlichen
Programmierarbeit
> >> weitgehend verschlossen (denn Sie können den Code nicht lesen und
> >> beispielsweise eine elegante Lösung nicht von einer weniger eleganten
unterscheiden).
> >> 4. Inmaterialität. Es handelt sich um ein digitales Produkt d.h. um ein
> >> Produkt, das prinzipiell kostenlos distribuiert werden kann. Wird ein
Brot
> >> gebrochen und verteilt, bekommt jeder nur einen Teil. Die digitale
> >> Information dagegen wird durch Teilung nicht weniger. Unter diesem
Aspekt ähnelt
> >> Software allen Formen von Information und Wissensformen, die sich von
ihren
> >> materiellen Trägern emanzipieren können.
> >> 5. Kopplung von Lese- und Schreibkompetenz. Für Programmierer ist ein
> >> Code, wenn er offen ist, lesbar. Gegenüber ihren Konsumenten verhält
sich
> >> Software dagegen eher wie audio-visuelle Formate (Kinofilme,
TV-Format) zu
> >> deren Konsumenten: Sie ist ausschließlich ausführbar. Dies entspricht
der
> >> Lesbarkeit (dem Sehen und Verstehen) etwa von Filmen. Der Konsument von
> >> Filmen und TV besitzt in der Regel eine Lese- , aber keine
Schreibkompetenz.
> >> Auf der Seite der Programmierer verhält sich Freie Software wie Schrift;
> >> denn bei Schrift schließt Lesefähigkeit in der Regel die Fähigkeit zu
> >> Schreiben ein.
> >> ***
> >> Die Produktionsstrukturen der Freien Software verweisen auf eine
Welt, in
> >> der Arbeit und Konsum neuen Regeln gehorchen, eine Welt, in der die
> >> Lebensberechtigung von Geldarbeit abgekoppelt ist (vgl. hierzu
Konzepte des
> >> bedingungslosen Grundeinkommens) und in der deshalb nicht für den
Bedarf,
> >> sondern für Bedürfnisse produziert werden. (Zur Unterscheidung von
Bedürfnis
> >> und Bedarf)
> >>
> >>
> >> Till Nikolaus von Heiseler <till.n.v.heiseler@googlemail.com> schrieb:
> >> Volker Grassmuck erklärt zum Jahreswechsel was Freie Software ist..
> >> Sein Buch “Freie Software” gibt es zum kostenlosen Download :::
> >>
> >> http://www.formatlabor.net/blog
> >>
> >>
>
>
> –
> rohrpost - deutschsprachige Liste zur Kultur digitaler Medien und Netze
> Archiv: http://www.nettime.org/rohrposthttp://post.openoffice.de/pipermail/rohrpost/
> Ent/Subskribieren:
http://post.openoffice.de/cgi-bin/mailman/listinfo/rohrpost/
>
–
http://www.formatlabor.net/bloghttp://www.formatlabor.nethttp://www.tnvh.de
–
http://www.formatLabor.net/bloghttp://www.formatLabor.net/lara
Volker Grassmuck erklärt zum Jahreswechsel was Freie Software ist..
http://www.formatlabor.net/blog
Die Geschichte der Freien Software ist nicht nur die Geschichte eines nie
da gewesenen Produktes, eines Produktes, das einerseits immateriell ist
(wie alle digitalen Daten) und anderseits produktiv wie andere
Produktionsmittel auch (wie etwa Fabriken und Maschinen), sondern die
Geschichte der Freien Software erzählt das Wachsen einer alternativen
Ökonomie, in der Arbeit nicht mehr bezahlt wird und Leistungen nichts mehr
kosten. Die Arbeitsstrukturen in denen Freie Software geschrieben
(produziert) wird, sind prinzipiell offen. Prinzipiell im zweifachen Sinne
a) im Sinne der der Definition und des Prinzips - Freie Software zeichnet
sich dadurch aus, eben nicht in einem geschlossenen
Unternehmenszusammenhang produziert zu werden und b) im Sinne der
Einschränkung, denn tatsächlich teilnehmen kann nur der, der es vermag zum
Autor Freier Software zu werden und eine entsprechende Qualifikation
mitbringt.
Wenn wir die Produktionsstrukturen Freier Software modellhaft begreifen
und also nach ihrer Übertragbarkeit auf andere Arbeits- und
Produktionsstruktur fragen, erscheint es sinnvoll, zunächst die
Besonderheiten der Freien Software zu beschreiben.
1. Historische Wurzeln. Computerprogramme haben womöglich zwei Wurzeln.
Die eine liegt in der kostenlosen Beigabe der Software zu einer Hardware
und die andere liegt in der Universität. Die Universität ist ein
privilegierter Ort, zu vergleichen mit dem antiken Staatstheater. Ein Ort,
der für die Wissensproduktion der Gemeinschaft so wichtig erscheint, dass
man ihn gemeinschaftlich über Steuern finanziert.
2. Globalität. Die Zusammenarbeit an Freier Software ist grundsätzlich
nicht örtlich gebunden, sondern kann über das Internet geschehen. Sie ist
nicht lokal gebunden.
3. Anerkennungsökonomie. Die Community ist gut vernetzt und das Bedürfnis
der Anerkennung besteht vor allem in der Peer-to-Peer-Gruppe. Die
Anerkennung der Peer-to-Peer Gruppe ist nicht käuflich. Den anderen
Gesellschaftsmitglieder ist die Wertschätzung der eigentlichen
Programmierarbeit weitgehend verschlossen (denn Sie können den Code nicht
lesen und beispielsweise eine elegante Lösung nicht von einer weniger
eleganten unterscheiden).
4. Inmaterialität. Es handelt sich um ein digitales Produkt d.h. um ein
Produkt, das prinzipiell kostenlos distribuiert werden kann. Wird ein Brot
gebrochen und verteilt, bekommt jeder nur einen Teil. Die digitale
Information dagegen wird durch Teilung nicht weniger. Unter diesem Aspekt
ähnelt Software allen Formen von Information und Wissensformen, die sich
von ihren materiellen Trägern emanzipieren können.
5. Kopplung von Lese- und Schreibkompetenz. Für Programmierer ist ein
Code, wenn er offen ist, lesbar. Gegenüber ihren Konsumenten verhält sich
Software dagegen eher wie audio-visuelle Formate (Kinofilme, TV-Format) zu
deren Konsumenten: Sie ist ausschließlich ausführbar. Dies entspricht der
Lesbarkeit (dem Sehen und Verstehen) etwa von Filmen. Der Konsument von
Filmen und TV besitzt in der Regel eine Lese- , aber keine
Schreibkompetenz. Auf der Seite der Programmierer verhält sich Freie
Software wie Schrift; denn bei Schrift schließt Lesefähigkeit in der Regel
die Fähigkeit zu Schreiben ein.
***
Die Produktionsstrukturen der Freien Software verweisen auf eine Welt, in
der Arbeit und Konsum neuen Regeln gehorchen, eine Welt, in der die
Lebensberechtigung von Geldarbeit abgekoppelt ist (vgl. hierzu Konzepte
des bedingungslosen Grundeinkommens) und in der deshalb nicht für den
Bedarf, sondern für Bedürfnisse produziert werden. (Zur Unterscheidung von
Bedürfnis und Bedarf)
Happy New Year!
das formatlaborteam
„Wenn du mit ImmigrantInnen zu tun hast, und begriffen hast, dass die
Tatsache, dass diese Menschen diese Grenzen überschreiten, ein Akt ist,
der von einer großartigen Autonomie zeugt, auf die wir uns politisch
beziehen wollen und die nichts damit zu tun hat, dass sie die Opfer von
Flucht, Vertreibung, Folter oder ganz bösem Kapitalismus und so weiter
sind, weil genau das den Menschen ihre Subjektivität raubt – so wie die
Linke normalerweise darüber nach gedacht hat oder größtenteils immer noch
darüber nachdenkt -, was dann zu diesem komischen Assistenzrassismus oder
diesem mitleidsvollen, kirchenasylartigen „wir helfen ihnen mal bis zu
einem gewissen Grade“ führt, wo aber das Verhältnis klar definiert bleibt,
wer hier in der Lage ist, wem zu helfen, und wer hier festlegt, wie lang
diese Hilfe gilt und wann sie nicht mehr gilt und nach welchen Kriterien
sie ausgegeben wird – dann prägt das die Weise, wie man über die Welt
nachdenkt.“ (fls)
mehr
http://www.neue-methode.de/in-klo-sion/html/about.htm
The new war, post-modern war, global war — almost every major military operation over the past 15 years has evoked a new debate about the new character of war. After 9-11 state of war has turned into a normality. Five years of global belligerence have turned the world upside down, in a way that the extent of the ongoing changes cannot be fully conceived yet.On February 23 to 25 the fourth edition of DICTIONARY OF WAR will take place as a collaborative platform for creating concepts on the issue of war. In Sophiensaele in Berlin again 25 concepts will be invented, arranged and presented by scientists, artists, theorists and activists.
Liebe Forschenden,
a) hier ein sehr schöner Text von Pit Schultz, der auch eine gute
Beschreibung des KESHMA -Projektes abgeben würde:
http://www.keshma.net/texte/schultz-poweruser.pdf
b) Wie wäre es wenn wir als Ergebniss des Seminars ein T-Shirt (mit einem
Satz oder einem Wort) zu machen würden. Wer macht Vorschläge? Bitte an
mich allein, ich schicke dann alle Vorschläge ohne Namensnennung über die
Liste.
c) Was ist eigentlich mit den nicht gehaltenen Referaten? Gibt es das
nächst mal Zeit für sie?
Glück zu allen!
till nikolaus von heiseler
–
NEU:
http://www.formatLabor.net
Liebe Forschende,
vielen Dank für die bereichernde Erfahrung. Sehr schade war, dass einige
nicht bis zum Schluss bleiben konnten und sich für sie dadurch unsere
Methoden und Ansätze nicht ganz erschließen konnten.
1. VARIATIONEN (als Voraussetzung von Entwicklungen)
Ich möchte noch einmal dazu ermutigen, wirklich zu träumen und nach den
Sternen zu greifen und sich nicht gleich im ersten Schritt zu beschneiden;
mit Luhmann gesprochen, nicht dem Selektionsmechanismus in der Ausbildung
von neuen Variationen vorwegzugreifen.
Vielleicht könnten Sie sich überhaupt in Ihrem Vorgehen von der
systemtheoretischen Evolutionstheorie leiten lassen. Was mich zunächst
erstaunt, ist, dass es kaum Kooperationen zwischen unterschiedlichen
Kursteilnehmern gibt und jeder nur EIN Projekt verfolgt. Meine Erfahrung
ist, dass es oft günstiger ist, unterschiedliche Ansätze in
unterschiedlichen Konstellationen zu verfolgen, in denen man dann u.U.
auch unterschiedliche Funktionen innehat. Auf diese Weise schafft man
zunächst Variationen, die dann von der harten Realität (was immer das sein
mag) selektiert werden. Ich würde also ausdrücklich dazu ermutigen, an
unterschiedlichen Vorhaben parallel zu arbeiten bzw. unterschiedliche
Richtungen zu verfolgen und doch immer ein Hauptprojekt zu haben. Manchmal
wird durch Gegenüberstellungen von Ansätzen einiges klar und manchmal
lassen sich unterschiedliche Ansätze in ungewöhnlicher Weise miteinander
verbinden.
2. MATERIALIEN (die im Seminar aufgenommen wurden)
Es schien die Frage aufzutauchen, was mit den Materialien geschieht.
Leider haben wir vergessen, diese Frage im Seminar zu klären. Wer nicht
möchte, dass Materialien, auf denen er aufgenommen wurde, für KESHMA, also
mehr oder weniger intern (andere Universitäten werden KESHMA auch
benutzen), verwendet werden, kann uns dies bitte mitteilen. Massenmediale
und kommerzielle Verwendungen sind sowieso ausgeschlossen.
Wenn Sie nicht möchten, dass etwas verwendet wird, können Sie zwischen
folgenden Möglichkeiten wählen:
a) Keine Aufnahmen nirgends
b) Kein Video I (Was ist ein Medium?)
c) Keine Video II (Pentagramm an der Tafel)
d) Keine Bilder
e) Kein Audio
Sobald wir Zeit und Geld dafür haben, wird KESHMA mit differenzierten
Lese- und Schreibrechten ausgestattet. Bevor dies geschehen ist, bitte
ich darum, die Internetadresse
http://www.Keshma.net nicht zu veröffentlichen, auch nicht in großen
Mailinglisten, gut frequentierten Blogs oder als link.
Wir haben einen Space für jeden Teilnehmer angelegt.
Ich fände es sinnvoll, mit einer kleinen biografischen Notiz zu beginnen
und entsprechenden Links: Vielleicht mit einer Art Forscherbiografie, die
den Bogen schlägt zwischen Ihren bisherigem Werdegang und der mehr oder
weniger neuen Forschungsperspektive. Auf diese Weise können wir über die
Biografieform diskutieren, die Sie dann auch in Forschungsanträgen etc.
verwenden können.
Wer seinen Namen herausnehmen möchte, kann ihn löschen, indem er zu der
Datei geht, die seinen Namen trägt: [editieren] [Strg a] [Strg x] [save]
und mir eine Mail schickt, damit ich auch alle Links löschen kann.
ERGEBNIS (des Seminars)
Ich würde gerne ein Ergebnis des Seminars haben. Vielleicht werde ich die
Themen entlang der Audiobänder und Vorbereitungsnotizen noch einmal
ausarbeiten. Margarete schreibt ein Protokoll, das wir dann über die Liste
versenden und ggf. auf der Keshma-Plattform ausarbeiten können. Schön wäre
es allerdings, wenn wir ein gemeinsames VISUELLES Ergebnis hätten, das die
Komplexität extrem reduziert.
Ausgehen würde ich gern vom Deleuze-Text. Die Diskussion war sehr
aufschlussreich und vielleicht für die soziale Positionierung des
Designers nicht unergiebig. Mein Vorschlag wäre, dass wir Wörter oder
Sätze sammeln. Oder aber wir diskutieren den Text noch einmal auf der
Liste und versuchen dann zu einer visuellen Umsetzung zu kommen.
Glück zu allen!
till nikolaus von heiseler
–
NEU:
http://www.formatLabor.net
---------------------------- Original Message ----------------------------
Subject: Feedback Forschungsanträge
From: neue.methode@kein.org
Date: Sun, June 11, 2006 1:29 pm
To: medinealtiok@gmail.comvmpechel@balcab.chulrike.felsing@hgkz.net
————————————————————————–
Liebe Forschende,
vielen Dank für die Anträge. Vielleicht können Sie mir noch ein wenig
Feedback zu den „Fragen an die Forschung“ geben, was war hilfreich, was
unverständlich, mit was konnten Sie nichts anfangen? War es schwierig die
Struktur zu füllen? Wo war es schwierig, wo leicht?
Der zweite Schritt wäre nun, einen Text von etwa 200 bis 250 Wörtern zu
schreiben, in dem alles noch mal zusammengefasst wird.
Nach Einsicht in Ihre Forschungsprojekte habe ich zwei Anmerkungen zu machen:
1) Erscheint mir ein zentraler Punkte ein bisschen aus dem Blick geraten:
die Funktion.
Um nach der Funktion eines Gegenstandes zu fragen, fragt man, was wäre,
wenn es ihn nicht gäbe. Die Frage lautet also: Was wäre, wenn es Ihre
Forschung nicht gäbe?
Es ist sinnvoll, zunächst den Status Quo zu beschreiben und in Richtung
auf ein Problem zuzuspitzen (= rhetorisch zu pointieren). Im
wissenschaftlichen Kontext ist dieser Status Quo oft identisch mit dem
Forschungsstand. Im Bereich des Designs fällt Funktion und Forschungsstand
überall dort, wo es auch zu einer Praxis kommen soll, auseinander. Hier
reicht es dann auch nicht aus, allein auf eine Wissenslücke hinzuweisen,
sondern man muss konkret formulieren, warum diese Wissenslücke ein Problem
darstellt und damit begründen, warum es notwendig ist, diese Wissenslücke
zu füllen.
2) Der zweite Punkt betrifft den Umgang mit Nicht-Wissen: Fruchtbare
Forschung ist im großen und ganzen Spezifizierung von Unwissenheit. Man
sollte sich deshalb davor hüten, Behauptungen aufzustellen. Statt dessen
kann man Fragen formulieren oder falsifizierbare Arbeitshypothesen.
Letztere müssen deutlich gekennzeichnet sein.
Gut, wenn man versucht, den Antrag, den wir nun auf höchstens 250 Wörtern
runterbrechen, möglichst anspruchslos zu formulieren. Sprachliche
Feinheiten kann man später einfügen.
Manchmal kann ein Beispiel, die Sache besser verständlich machen.
Beispiel (für Antrag von Ulrike Felsing):
Immer noch denkt man, wenn man an Design denkt, in erster Linie an Logos
und Brands, die eine feste Identität verkörpern. Wir leben in einer Welt
der Veränderung, in der kaum etwas bleibt, wie es ist. Entsprechen die auf
EINE Identität zielenden Logos und Gestaltungen noch unserer heutigen
Welt? Brauchen wir gerade in Zeiten der permanenten Veränderungen stabile
Erscheinungsbilder, um uns in dieser Welt überhaupt noch zurechtzufinden
oder sind diese unzeitgemäß und verkörpern veraltete Machtstrukturen?
Welche Chancen liegen in einem Design, das nicht auf Identität, sondern
auf Veränderung zielt und auch sein eigene Prozesshaftigkeit mit
thematisiert?
Das Projekt „Flüssige Identitäten“ möchte diese Fragen stellen und nach
den Möglichkeiten und Chancen eines flüssigen Designs fragen; auch und
insbesondere im Hinblick auf die Verkörperung gesellschaftliche Prozesse
…
Ziel der Forschung ist es, Methoden und Ansätze zur Entwicklung von
flexiblem,
prozesshaftem Corporate Design zusammenzutragen, zu analysieren und in
einer Publikation darzustellen. Eine wichtige Rolle werden Fallbeispiele
spielen.
Methode [= konkretes Vorgehen]: (Hier muss man anschaulich sein und kann
nicht auf Fachwissen bauen.)
- cut -
Mir sind für die Projekte, die falsifizierbaren Arbeitshypothesen bzw. die
in der Forschung zu klärenden Fragen oft unklar.
Glück zu allen!
tnvh
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NEU:
http://www.formatLabor.net
–
NEU:
http://www.formatLabor.net